21. Juni 2026
Regionale Nachrichten

DGB kritisiert niedrige Tarifbindung in Berlin und Brandenburg

Der DGB äußert Besorgnis über die niedrige Tarifbindung in Berlin und Brandenburg. Die Gewerkschaft fordert Maßnahmen zur Stärkung der Tarifautonomie.

vonNico Weber21. Juni 20261 Min Lesezeit

In Berlin und Brandenburg liegt die Tarifbindung laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) auf einem bedenklich niedrigen Niveau. Diese Situation gefährdet nicht nur die Einkommenssituation vieler Arbeitnehmer, sondern lässt auch die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften schwinden. Der DGB stellt fest, dass im Jahr 2022 nur rund 50 Prozent der Beschäftigten in diesen Regionen über einen Tarifvertrag abgesichert waren. Diese Zahl liegt unter dem Bundesdurchschnitt, der bei etwa 56 Prozent liegt. Besonders in Branchen wie dem Einzelhandel und dem Gastgewerbe ist die Tarifbindung stark rückläufig.

Der DGB fordert von der Politik Maßnahmen, um die Tarifautonomie zu stärken und die Verbreitung von Tarifverträgen zu erhöhen. Dazu gehört unter anderem eine bessere Unterstützung der Gewerkschaften bei der Organisation von Beschäftigten sowie rechtliche Rahmenbedingungen, die es leichter machen, Tarifverträge zu verhandeln. Diese Maßnahmen könnten dazu beitragen, die Rechte der Arbeitnehmer zu schützen und eine gerechtere Entlohnung zu fördern. Der DGB betont, dass eine starke Tarifbindung nicht nur im Interesse der Beschäftigten, sondern auch der gesamten Wirtschaft ist, da sie zu stabilen Kaufkraftverhältnissen und damit zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung beiträgt.

Verwandte Beiträge

Auch interessant